Ein
Grußwort vom 1. Stellv. Vorsitzenden und 1. Bgm. Helmut Forster zum 15 –
jährigen Gründungsjubiläum der BVW am 07. Mai 2010
Sehr
verehrte Ehrengäste,
liebe
Mitglieder und Freunde der BVW,
der
01.01.1999 war für die BVW und mich ein bemerkenswertes Datum.
An
diesem Tag habe ich das Stadtratsmandat als erster Nachrücker von Walter Ebner, unserem bis dahin einzigen
Stadtrat, der zum 31.12.1998 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen
musste, übernommen.
In
der gemeinsamen Fraktion mit den beiden Stadträtinnen von Bündnis 90/Die
Grünen, Frau Gabi Reith und Frau Carola Lössl und den drei Vertretern im
Stadtrat von den Freien Wählern, Frau Dietlind Diepen, Herrn Josef Magerl und Herrn
3. Bürgermeister, Dr. Bert-Thomas Lange, haben wir gemeinsam, zwar manchmal
auch mit unterschiedlichen Ansätzen, aber doch sehr vertrauensvoll und
kooperativ zusammen-gearbeitet.
Ich
wurde dabei als Nachfolger von Walter Ebner in dieser Fraktion sehr gut
aufgenommen und auch akzeptiert.
Ab
der Kommunalwahl im Jahre 2002 hat sich diese Fraktion personell deutlich
geändert.
Die
BVW war plötzlich mit 2 Vertretern, Herrn Josef Praller und mir, die Bündnis
90/die Grünen wieder mit Frau Gabi Reith und Frau Carola Lössl und die Freien
Wähler mit Frau Dietlind Diepen und Herrn Hans Reiser in diesem neuen
Stadtratsgremium vertreten.
Ich
will jetzt nicht näher auf die doch manchmal recht turbulenten nächsten Jahre bis zur nächsten Kommunalwahl im Jahre
2008 eingehen, nur so viel, unsere „bunte Fraktion“ arbeitete auch in dieser
Legislatur-periode sehr gut zusammen und wir konnten doch einige Projekte, die
unser 1. Vorsitzender, Herr Thomas Eichberger in seiner Festrede schon erwähnt
hat, umsetzen.
Die
beiden Vertreter der BVW im Stadtrat arbeiteten immer nach dem Motto der BVW,
„aktiv für unsere Stadt“ und parteiübergreifend, auch mit Unterstützung der anderen Mitglieder in
dieser Fraktion.
Es
gab viele allgemein bekannte Themen, die schwierige finanzielle Lage unserer
Stadt, die Loisachhalle – und hier die extra gegründete Arbeitsgruppe –
überfraktionell besetzt, um nur die schwierigsten Themen zu nennen.
Ab
Herbst 2007 kam dann der Wahlkampf für die nächste Kommunalwahl am 02. März
2008.
Schon
im April 2007 konnte die BVW ihren Bürgermeisterkandidaten der Öffentlichkeit
vorstellen.
Ohne
die großartige Unterstützung und Mitarbeit in diesem Wahlkampf durch viele
unsere Mitglieder wäre dieser wirklich große Erfolg, den wir bei dieser
Kommunalwahl erzielen konnten, nicht möglich gewesen.
Dafür
sage ich heute nochmals herzlichen Dank.
Nur
wenige von uns haben mit so einem grandiosen Ergebnis gerechnet.
Mit
8 Stadträten und dem 1. Bürgermeister, dieser zwar erst nach der Stichwahl am
16. März 2008, ist die BVW nun im Stadtrat vertreten.
Eines
der wichtigsten Ziele unseres Wahlkampfes, einen Klimawandel in unserem
Stadtrat herbeizuführen, haben wir sehr schnell umsetzen können, weil auch alle
Fraktionen in unserem Stadtrat dazu bereit waren.
Darüber
hinaus war und ist weiterhin die Konsolidierung der städtischen Finanzen ein
großes Thema, das uns auch die nächsten Jahre begleiten wird.
Einsparungen
zu erwirtschaften, ohne unsere Leistungen beschneiden zu müssen, ist manchmal
ein nicht einfacher Spagat.
Aber
in vertrauensvoller Zusammenarbeit in unseren einzelnen Gremien kann man doch
wesentlich leichter positive Ergebnisse erzielen.
Die
Weitergabe des Wertstoffhofes an ein privates Unternehmen erbrachte für die
Stadt eine deutliche finanzielle Entlastung und für die Bürger erweiterte
Öffnungszeiten, auch abgestimmt mit allen Fraktionen.
Interne
Strukturänderungen in der Verwaltung -
wie z.B. ein komplett neues Druckerkonzept mit deutlich weniger , dafür aber
leistungsfähigeren Druckern und auch andere organisatorische Änderungen, brachten
finanzielle Entlastungen für den städtischen Haushalt, ohne unsere vor-
erwähnten Leistungen für die Bürger einzuschränken.
Die
Wiedereröffnung der Loisachhalle und die Eröffnung der „Flösserei“ sind für
unsere Stadt ein deutlicher Zugewinn.
Zurzeit
beschäftigen uns, neben der Konsolidierung unseres Haushaltes, die Verlängerung
der S-Bahn nach Geretsried, das Grüne Zentrum, die Klage gegen die Kreisumlage
und noch viele andere sich immer wieder kurzfristig ergebende Themenbereiche.
Gemeinsame
Positionen dazu zu finden war aber und
ist weiterhin nur möglich, weil wir alle im Stadtrat dazu auch bereit waren und
sicher auch weiter bereit sind.
Alle
Fraktionen in den Vorberatungen mehr und intensiver in mit einzubeziehen war
und ist auch weiterhin mein großes Anliegen.
Es
wird auch heute im Stadtrat über verschiedene Punkte zu verschiedenen Themen
diskutiert, aber in einem moderaten und respektvollen Umgang miteinander.
Wenn
wir weiterhin konstruktiv zusammenarbeiten, wovon ich fest überzeugt bin, dann
werden wir auch wieder bessere Zeiten gemeinsam erleben.
Dies
hat nichts zu tun mit Harmoniesucht, sondern nur mit Vernunft und der
Überzeugung, dass wir gemeinsam mehr erreichen und dabei unsere Kräfte nicht
sinnlos in irgendwelchen Grabenkämpfen vergeuden.
In
diesem Sinne bin ich davon überzeugt, dass in unserer liebenswerten, über 1.000
Jahre alten Stadt die hohe Lebensqualität weiter gehalten, bzw. noch ausgebaut
werden kann.
Für
die gute Zusammenarbeit in unseren politischen Gremien bedanke ich mich deshalb
bei allen Stadtratsfraktionen sehr herzlich und freue mich, dass von allen
Fraktionen Mitglieder heute mit uns zusammen unser kleines Jubiläum feiern.
Für
unsere Bürgervereinigung wünsche ich mir, dass wir weiterhin alle
zusammenstehen und alle Kräfte bündeln – frei nach unserem Motto „aktiv für
unser Stadt“ - um für unsere Stadt das Optimale zu erreichen.