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Josef
Praller


Geschäftsführender
Schreinermeister

28.02.1961
verheiratet
2 Kinder


 
 
Fraktionsvorsitzender der BVW

Mitglied seit 1995 in der BVW

Stadtrat seit 2002

Mitglied in den Ausschüsse:
Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss
Kooperatiosausschuss Mittelzentrum






Steht für Taten statt Worte!
Josef Praller
 
Haushaltsrede vom 16.11.2011 in der Stadtratssitzung

Fraktionssprecher Josef Praller im Interview mit dem Isar-Loisachboten vom 08.04.2010

 ZWEI JAHRE NACH DER KOMMUNALWAHL: DIE BÜRGERVEREINIGUNG

Klimaveränderung ist geschafft"

Die einen türmen Schlittenberge auf, andere träumen vom Badespaß im Badweiher. Ein Drittel der Legislaturperiode ist abgelaufen. Unsere Zeitung erinnert die Parteien an ihr Wahlprogramm: Was wurde, was wird und was soll noch verwirklicht werden. Ein Gespräch mit Josef Praller (Bürgervereinigung).

VON ELKE SUMMER

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Wolfratshausen

Hagel, Blitz, Donner und für jede Jahreszeit zu kalt: Die Wettervoraussagen für Stadtratssitzungen in der abgelaufenen Amtsperiode waren grundsätzlich schlecht. Zur Kommunalwahl warb eine Gruppierung mit dem zwischenmenschlichen Klimawandel, und gewann: Die rgervereinigung mit ihrem Spitzenkandidaten Helmut Forster konnte die Wolfratshauser davon überzeugen, dass ein neuer Bürgermeister frischen, aber sanften Wind ins Kommunalplenum bringen wird.

"Die Klimaveränderung ist geschafft", bilanziert BVW Sprecher Josef Praller heute, aber die positive Grundstimmung sei natürlich auch von den anderen Fraktionen abhängig: "Wenn die anderen nicht mitmachen, geht das nicht." Die Bürgervereinigung hält sich für farbenblind - im ganz positiven Sinn: Egal ob ein Vorschlag von Schwarz, Grün oder Rot komme, werde er gleichermaßen behandelt und bewertet In den vergangenen zwei Jahren allerdings fiel auf, dass die Bürgervereinigung und die CSU häufig ein Herz und eine Seele sind. Sind diese bei den Parteien die Regierungskoalition, die die Bedenken der Oppositionellen zur Seite wischt? Praller verneint. "Dass die Bürgervereinigung sich nur mit der CSU abstimmt, sehe ich anders." Heute würde man unterstellen, die Bürgervereinigung paktiere mit der CSU, früher habe man unterstellt, die Bürgervereinigung paktiere mit SPD .und den bunten Fraktionen.

 

"Dass die rgervereinigung sich nur mit der CSU abstimmt, sehe ich anders."

 

Das sei alles Unsinn, denn die rgervereinigung stehe in der politischen Mitte, "um von dort aus Sachpolitik zu betreiben", erklärt der BVW-Sprecher.

Sachpolitik bedeutet, handfeste Themen zu beackern. Josef Praller würde es dabei lieber sehen, "wenn das allumfassende Thema S-Bahn nicht einen Großteil der Stadtratsarbeit überschattet" - wie früher ·der kommunal­politische Dauerbrenner Loisachhalle. "Die Fokussierung auf die S-Bahn muss weg", findet der BVW-Frontmann.

Er hofft auf eine Entscheidung in diesem Jahr, "die aber nicht zum Nachteil der Stadt Wolfratshausen ausfallen darf".

Um die Lebensqualität für die Bürger in der Loisachstadt zu steigern, hatte die Bürgervereinigung im Jahr 2008 etliche Punkte in ihrem Wahlprogramm aufgelistet. Beispiel Loisachsteg: Dieser ortsteilverbindende Brückenschlag zwischen Geltinger Straße und Loisachbogen war in der vergangenen Amtsperiode gemeinsam von BVW, CSU, Freien Wähler und Grünen beantragt worden. Derzeit liegt das Projekt auf Eis, "verschoben", wie Praller meint. Der Druck zur Realisierung erhe sich, wenn das Bauvorhaben an der Wallbergstraße verwirklicht wird - schon allein, um den Schulweg der neuen, kleinen Mitrger zu sichern.

Neben den fraktionsübergreifenden Themen hat die Bürgervereinigung aber auch Projekte, deren Urheberschaft allein bei ihr liegt. Der Badweiher als Badeweiher scheitert bislang unter anderem an der Wasserqualität.

Praller hofft dennoch, dass das Areal am Campingplatz irgendwann zur offiziellen Badestelle werden kann.

Für die nahe Zukunft legt Praller den Augenmerk auf die Innenstadtentwicklung, etwa auf eine Verwertung des alten Vermessungsamtes. Dass die Kommune einen hauptamtlichen Wirtschaftsförderer einstellt, hält der BVW - Fraktionssprecher nicht für notwendig: "Wenn sich die Stadt einen hauptamtlichen Kümmerer leisten könnte, wäre das schön. Aber durch seine Wirtschaftskompetenz kann unser Bürgermeister diese Stelle ersetzen."

Bilanzierend stellt Praller fest, "dass wir in Verbindung mit den anderen Fraktionen auf einem guten Weg sind". Am Beispiel der Fassadenrenovierung des Rathauses, bei der die Bürger mit angepackt hätten, sei ersichtlich, wie viel mit bürgerschaftlichem Engagement machbar sei. So hätten auch der Historienpfad oder der Bergwaldlehrpfad in Verbindung mit Vereinen umgesetzt werden können.  (eingefügt:pw09042010)